Design Thinking Methode verstehen und anwenden

Die Design-Thinking-Methode ist eine menschenzentrierte Methode zur Entwicklung kreativer Lösungsideen. Was ist Design Thinking und wie funktioniert sie im Alltag?

Design Thinking Methode

Was ist Design Thinking?

Als nutzer- und menschenzentriertes Vorgehen stellt Design Thinking systematisch die Zielgruppen und ihre Bedürfnisse ins Zentrum. Ziel ist es, bessere Lösungen für eben diese Menschen zu entwickeln. Dabei gibt es selten objektiv «richtige» Lösungen. Die Lösungen sollen aus Nutzersicht überzeugend sein. Design Thinker schauen durch die Brille des Nutzers auf das Problem und dessen Lösung. Sie «denken» wie ein «Designer» – daher der Name.

Design Thinking kommt in der Regel ganz zu Beginn eines Vorhabens zur Anwendung. Dann, wenn man weder die Lösung kennt noch das Problem so richtig versteht. Entsprechend sind erst einmal ein Explorieren und Verstehen der Situation angesagt. Ein klassisches Vorgehen in planbaren Phasen ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht zielführend. Um eine Problemstellung und den passenden Lösungsansatz wirklich zu ergründen, geht man agil und iterativ vor. Das
heisst: Man testet Lösungsansätze immer wieder im direkten Kontakt mit der Zielgruppe, um kontinuierlich mehr über ihre Bedürfnisse zu lernen und die Lösungsansätze schrittweise zu verbessern. Dabei nutzt man sogenannte Prototypen. Prototypen machen Ideen greifbar und erlebbar. So können die Zielgruppen konkretes Feedback geben. Die Faustregel beim Entwickeln von Prototypen lautet: pragmatisch entwickeln, schnell testen, viel lernen und erneut verbessern.

Entsprechend wichtig ist es, nicht mit fixen Ideen in den Design-Thinking-Prozess zu starten. Es ist durchaus erwünscht, Ideen zu verwerfen oder Dank der Rückmeldungen der Zielgruppen in völlig neue Richtungen zu entwickeln. Eine zentrale Voraussetzung für den Ansatz des Design Thinkings sind Neugierde und Offenheit, sich unvoreingenommen auf die Zielgruppe und deren Bedürfnisse einzulassen. Deswegen reden Design Thinker lieber von einem Mindset als einem Toolset oder einer Methode. Denn die Einstellung ist wichtiger als ein vollgepackter Werkzeug-Koffer.

Warum lohnt es sich, mit Design Thinking zu arbeiten?

GANZ EINFACH: Man erhält bessere Lösungen dank eines besseren Verständnisses der Zielgruppen. Durch ein schnelles Testen der Ideen können Zeit und Kosten gespart werden.
 

Bekannt geworden ist Design Thinking durch Produktinnovationen. Dieser Ansatz steckt hinter dem Erfolg vieler Start-ups. Sie haben in der Regel wenig Geld für ihre Produkte. Deshalb sind sie darauf angewiesen, ausschliesslich Lösungen zu entwickeln, die ihre Kunden wirklich begeistern. Der gleiche Sachverhalt zeigt sich bei Non-Profit-Organisationen: Der Kostendruck begleitet sie in allen Aktivitäten und Projekten, weshalb sie den maximalen Mehrwert ohne steigenden Aufwand für ihre Zielgruppen erwirken möchten. Der Design-Thinking-Ansatz hilft dabei, Ideen und Projekte von Beginn an optimal aufzusetzen oder – wenn sie nicht zielführend sind – gleich zu verwerfen.

Design Thinking kann überall dort eingesetzt werden, wo bessere Lösungen für reale Menschen entwickelt werden sollen. Einige Beispiele aus dem Design-Thinking-Alltag: 

  • Eine NGO will herausfinden, warum ihre Zielgruppe die Unterstützungs- und Beratungsangebote nicht nutzen, obwohl diese sehr hilfreich wären.
  • Ein auf Nachhaltigkeit ausgerichteter Möbelvertrieb erforscht die Bedürfnisse seiner Kunden und die Art, wie sie Kaufentscheide fällen. Er kann so seine Angebote besser auf die Kunden ausrichten.
  • Eine Gemeinde will den Bewilligungsprozess für Veranstaltungen einfacher und nutzerfreundlicher
    gestalten.
  • Ein Museum plant einen grossen Neubau, indem es seine Ideen und Modelle laufend mit seinen Zielgruppen spiegelt. Auch die Umsetzung erfolgt
    schrittweise, um die Lösungsansätze systematisch zu testen.
  • Eine Schule plant eine kreative Projektwoche, die den Kindern einen realen Mehrwert bieten und wirklich Spass machen soll.

Wie funktioniert Design Thinking im Alltag?

Fünf Aspekte erachten wir beim Anwenden von Design Thinking als zentral:

  1. Design-Thinking-Prozess mit dem Phasen-Modell: DOUBLE DIAMOND
  2. Unterscheidung zwischen Wünschbarkeit und Machbarkeit: SWEET SPOT
  3. Arbeiten in INTERDISZIPLINÄREN TEAMS
  4. Machen statt zu viel Denken: DESIGN DOING
  5. Perfektionismus verhindern und sich auf das Wesentliche konzentrieren: 60/5-PRINZIP

Diese zentralen Aspekte vermitteln wir in unserer Design Thinking Weiterbildung oder du findest sie in unserem Design-Thinking-Leitfaden, den du bei uns bestellen kannst: Kontakt