Kreative Gestaltung von Workshops und Sitzungen

Sitzungen und Workshops kreativ und effizient zu gestalten ist eine Kunst. Dabei helfen einige psychologische Grundsätze und wirksame Tools.

Gute Stimmung und psychologische Sicherheit als Basis guter Workshops und Sitzungen

Tools zur Gestaltung kreativer Workshops und effizienter Sitzungen funktionieren nur, wenn du für eine solide psychologische Grundlage sorgst: Die Menschen müssen sich wohl fühlen. Drei Dinge sind dafür zentral:

  1. Alle verstehen Ziel und Zweck der Sitzung oder des Workshops
  2. Deine Haltung strahlt Freude und Neugierde aus
  3. Der Raum ist offen und angenehm gestaltet

Einfache Interventionen beim Start der Sitzung oder des Workshops helfen dir, für eine gute Stimmung zu sorgen. Zum Beispiel: kurzes Kennenlernen zu zweit, eine kleine Kreativitätsübung, eine Gruppen-Challenge wie die "Mission Impossible".

Kreative Workshops und Sitzungen psychologische Sicherheit

Kurze Zeitintervalle mit Timeboxing

NUTZEN: Timeboxing hilft dir, dich dank den kurzen Zeitintervallen auf das Wesentliche zu konzentrieren. Du und dein Team arbeiten dadurch effizient und fokussiert an einer Aufgabe, um eure knappe Zeit optimal zu nutzen – ganz nach dem 60/5 Prinzip.
 

ANWENDUNGSBEREICHE: Timeboxing lässt sich auf jede Aufgabe anwenden: Wenn ihr Ideen entwickelt, ein Thema diskutiert oder eine Frage im Internet recherchiert.

ANLEITUNG

  1. Definiere einen realistischen Zeitrahmen für die Aufgabe oder Aktivität, um ein «60/5-Ergebnis» zu erreichen.
  2. Stelle sicher, dass alle Teammitglieder über den festgelegten Zeitrahmen informiert sind und bestimme eine:n Zeitwächter:in.
  3. Beende die Aktivität pünktlich. Falls euer Ergebnis noch nicht gut genug ist, definiert gemeinsam, wie viel zusätzliche Zeit ihr euch noch zugestehen wollt.
  4. Passe den Zeitrahmen bei Bedarf für zukünftige Aufgaben an, um die Effizienz zu verbessern.
Kreative Workshops und Sitzungen Timeboxing

Facilitator als Moderation

NUTZEN: Ein:e Facilitator moderiert die Gruppenarbeit, hält die Zeit im Blick und strukturiert die Aufgaben. Diese Person hilft dem Team zielgerichtet zu bleiben und fördert die Beteiligung aller Mitglieder.

ANWENDUNGSBEREICHE: Ein:e Facilitator ist immer dann hilfreich, wenn ihr mehr als drei Personen im Team seid und zusammen ein Ergebnis erarbeiten wollt: In Workshops, Meetings oder bei Diskussionen.

ANLEITUNG

  1. Wähle eine Person aus dem Team, die die Rolle des Facilitators übernehmen will.
  2. Der Facilitator leitet das Meeting oder den Workshop, achtet auf die Einhaltung der Zeit und fördert die aktive Teilnahme aller Teammitglieder. Er oder sie kann Arbeitsweisen vorschlagen, z. B. Timeboxing oder Design Doing.
  3. Am Ende fasst der Facilitator die Ergebnisse zusammen und sorgt für die Dokumentation der besprochenen Punkte und nächsten Schritte.
Kreative Workshops und Sitzungen Facilitator

Design Doing anstatt lange Diskussionen

NUTZEN: «Erst tun, dann diskutieren»: Design Doing sorgt dafür, dass ihr effektiv vorankommt, ergebnisorientiert bleibt und unnötige Diskussionen vermeidet. Gleichzeitig sorgt es dafür, dass alle Teammitglieder sich einbringen können.

ANWENDUNGSBEREICHE: Immer wenn ihr in einer Diskussionen verfangen seid, z. B. zur Definition der Challenge, der Ausarbeitung einer Lösung oder eines Prototyps oder der Definition des nächsten Arbeitsschrittes.

ANLEITUNG

  1. Definiere das zentrale Problem oder die Fragestellung, die im Team besprochen werden soll.
  2. Jedes Teammitglied schreibt seine Sichtweise oder Lösungsidee kurz und prägnant auf, ohne vorherige Diskussion. Dies kann auch eine Skizze sein, z. B. eines Prototypen oder der Customer Journey.
  3. Alle Teammitglieder präsentieren ihren Vorschlag kurz und knapp nacheinander.
  4. Wo seid ihr euch einig? Super, das könnt ihr zur Seite legen.
  5. Wo nicht? Nutzt die Tools «Timeboxing» und «Facilitator», um eine gemeinsame Lösung zu finden.
  6. Alternativ könnt ihr auch abstimmen – die Mehrheit gewinnt.