Innovation: was braucht es, was nicht?

Innovation – wie wenig es wirklich braucht. Zur Disziplin der Innovation wurde in den letzten Jahren viel geschrieben, referiert und alles Mögliche ausprobiert.

Die Corporate Innovation entpuppte sich, angetrieben von einer Armee von Consultants, als Weltmeister des doing and failing. Das ist kein Vorwurf, denn es ist sehr menschlich, dass beim Heranreifen einer neuen Disziplin vieles getestet und wieder verworfen werden muss. Doch nüchtern betrachtet hat davon relativ wenig überlebt. In diesem Sinne: Danke liebe Corporates für euer gemeinnütziges Engagement. Kleinere Unternehmen und Organisationen mit wenig Budget dürfen von euren Learnings profitieren. Die Frage lautet also: Was braucht es wirklich?

 

Wir von Superloop plädieren unterdessen dafür, dass Innovation als Bestandteil der strategischen Unternehmensentwicklung und des Projektmanagements verstanden und eingesetzt wird. Funktioniert das, kann man immer noch weitergehen.

 

Strategie: Wie wollen wir mit Neuem umgehen?

Eine solide Strategie setzt eine Kenntnis des eigenen Marktes als auch der für das Unternehmen relevanten Trends voraus. Daraus aufbauend macht sie Aussagen, wie mit der Entwicklung des Bestehenden und dem Neuartigen umgegangen werden soll. Oder anders gesagt: Wie viel Innovation wollen wir wirklich und weshalb?

 

Projektmanagement: Ideen und Ziele frühzeitig nutzerzentriert testen

Jedes Projekt beginnt mit einer Idee. Doch leider fehlt es den meisten Projekten an einer sauberen Validierung des Nutzens. Weder das zu lösende Problem noch das konkrete Ziel sind mit Bezug zur Realität definiert. Das führt dazu, dass sich Projekte oft am «Prinzip Hoffnung» orientieren: Mangels frühzeitiger Validierung hofft man, dass es bei der Umsetzung irgendwie gut kommen wird. Genau in dieser Frühphase können kurze Intensiv-Gefässe wie Booster und Methoden wie Design Thinking helfen, das Vorhaben mit wenig Aufwand zu validieren und so inhaltlich auf die richtige Schiene zu bringen. Die frühzeitige Validierung mit der Zielgruppe bei neuen Vorhaben sollte einem natürlichen Reflex gleichkommen. Das wäre ein konkretes «Innovation Mindset».

Bei Superloop tun wir dies mit unserem Easy Innovation Ansatz, der mittels einfacher Tools und Gefässe wie der Ideen-Canvas und das Ideen-Labor (Projekt-)Ideen in Rekordzeit entwickelt und testet. Solche Tools und Gefässe können ebenso für interne Projekte als auch bei Ausschreibungen, wie dies zum Beispiel bei Stiftungen oder NGOs der Fall ist, zum Einsatz kommen.

 

Weiterbildung: Menschen befähigen

Natürlich hilft es, genau wie bei allen anderen Weiterbildungen, dass die verantwortlichen Personen, wissen, was sie tun. Es geht also um praxisbezogene Weiterbildung für interessierte und betroffene Mitarbeitende – eine Zuständigkeit der Personalentwicklung.

 

Fazit: Das ist alles?

Ja, ist es. Und ich wage, zu behaupten, dass die Überlebenschancen der Innovation höher ausgefallen wären, hätte man diese Einfachheit von Anfang an verstanden und vorerst auf alles, was nach Silicon Valley, Accelerator und Intrapreneurship tönt, verzichtet. Denn gerade die Innovation schreibt sich selbst «start with the right things and tiny steps» auf die Fahne. Also: let’s do it!

 

Kontakt Superloop Innovation

Bemerkung: Die beschriebenen Ausführungen treffen insbesondere auf NGO/NPOs und KMUs zu. Die Ausgestaltung der Innovation ist in Startups und Corporates eine andere.